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Ihr Ansprechpartner: Dr. Oliver Keßling

Start des geförderten Projektes 3D-Bio-Net

Das Kunststoff Institut Südwest (KISW) bringt seine tiefen Kenntnisse und Erfahrungen aus der industriellen Kunststoff-und 3D-Technologie in ein zukunftsweisendes Forschungsprojekt ein: Das von der Clusterorganisation mircoTEC Südwest (Freiburg) koordinierte und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben befasst sich mit dem digitalen Druck künstlichen Gewebes.

„Damit betritt das KISW Neuland, denn bislang sind wir als Technologieförderer in Zusammenarbeit mit Unternehmen vor allem in industriellen Verbundprojekten aktiv“ erläutert KISW-Projektmanager Dr. Oliver Keßling. Nun geht es um das digitale Drucken von künstlichem Gewebe (3D-Bio-Printing) zur Erzeugung künstlicher Gewebe für die Forschung in den Lebenswissenschaften sowie für Anwendungen in der regenerativen Medizin.

Das Ziel des Forschungsvorhabens „3D-Bio-Net“ ist die Erschaffung und Erforschung sowie praktische Erprobung einer offenen generischen Plattform für den digitalen Druck von künstlichem Gewebe. Das Forschungsvorhaben wird sich mit dem kompletten Arbeitsablauf für die digitale Produktion von solchen Geweben befassen. Darüber hinaus wird der Einsatz eines speziellen 3D-Druckers für künstliche Gewebe, einer dafür entwickelte Software sowie verschiedener Biomaterialien und Prozesse im Projekt geprüft werden.

Am Kick-Off-Treffen am 01.August wurden gemeinsam erste Ideen zur Umsetzung ausgetauscht und der Rahmen für den weiteren Projektverlauf festgelegt. Beteiligte Partner sind neben dem Kunststoff Institut Südwest die microTEC-Südwest –Mitglieder BioFluidix GmbH, Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen, Universitäts-Klinikum Freiburg und eine Ausgründung des KIT (vasQlab) sowie weitere Experten überwiegend aus der Clusterregion wie Cellgenix GmbH, ibidi GmbH und die Infoteam Software AG.

Keßling, Projektleiter des KISW, weiß: „Die Fertigungsmethoden für die Erstellung von künstlichem Gewebe sind sehr komplex, da eine Vielfalt von lebenden Zellen in Kombination mit verschiedenen Biomaterialien durch eine Vielzahl an Verarbeitungs- und Druckverfahren erstellt werden muss.“

Genau an dieser Stelle wird das KISW die tiefen Kenntnisse über Produktionstechniken und –verfahren sowie die passenden Materialien für Stützstrukturen einbringen. Vorhandene Strategien und Technologien aus dem Umfeld des industriellen 3D-Drucks sollen durch die Unterstützung des KISW in das Projekt einfließen. Denn Ziel ist es natürlich, Ergebnisse möglichst zeitnah zu erreichen und so Unternehmen neue Marktpotenziale zu erschließen.

„Gleichzeitig werden wir zahlreiche interessante Einblicke in den Stand, die Methoden, Technologien und Vorgehensweisen der Bio-Forschung erhalten, die in der Rückkopplung der Institutsarbeit für die Unternehmen in den Verbundprojekten auch hilfreich sein können – natürlich nur in dem Maße, wie es Geheimhaltungsvereinbarungen erlauben“, so Keßling.

Das Projekt wird vom BMBF im Programm „Förderung von KMU-zentrierten, strategischen FuE-Verbünden in Netzwerken und Clustern (KMU-NetC)“ im Bereich „Neue Instrumente und Programme der Innovationsförderung“ gefördert und ist auf drei Jahre angelegt.